Das Schatzkästchen des Zigarrenliebhabers
Ein überzeugter Aficionado braucht einen Humidor, aber nicht irgendeinen, das steht außer Frage. Und der Humidor ist nicht einfach nur ein Behältnis für Zigarren, der Humidor ist das Schatzkästchen eines jeden Zigarrenliebhabers.
Seitdem der Brauch des Zigarrenrauchens sich ab dem frühen 16. Jahrhundert nach und nach in Europa etablierte, haben Menschen immer wieder neue Formen und Techniken gefunden, ihr „braunes Gold“, wie die Zigarren auch genannt wurden, nicht nur fachgerecht zu lagern, sondern auch stilgerecht aufzubewahren.
Man kann sich leicht vorstellen, dass in den europäischen Adels- und Königshäusern, wo das Rauchen zuerst in Mode kam, viel Aufwand bei der Gestaltung der Kisten und Schränke zur Lagerung der Zigarren getrieben wurde.
Es lässt sich sicher nicht behaupten, das diese teils prunkvollen Behältnisse Vorbildfunktion für den bis heute andauernden Humidorkult haben. Festzustellen ist aber, das die optische Komponente, selbst bei den günstigeren Modellen, so gut wie nie außer Acht gelassen wurde und wird.
Die Palette der unterschiedlichen Ausführungen ist einzigartig und man muss schon ein gewisses Maß an Fachwissen haben, um bei extremen Preisunterschieden die Qualitätskriterien richtig zu gewichten. Qualitätsmerkmale und Ausführungen.
Obwohl für den Humidorbau inzwischen auch moderne Werkstoffe wie zum Beispiel Acrylglas, Metall oder Leder verwendet werden, gilt der Humidor aus Holz berechtigterweise immer noch als der Klassiker. Das liegt sicher zum Teil an den schier unerschöpflichen gestalterischen Möglichkeiten, welche die Verwendung von Edelhölzern bietet. Die Modellvarianten gehen von der handwerklich gut gemachten Standardausführung über die Luxusausführung mit Intarsien und Wurzelholz bis hin zu wahren Meisterwerken und begehrten antiken Einzelstücken.
Wo andere Werkstoffe als Holz für die äußere Gestaltung eingesetzt werden, ist dennoch ein Innenkorpus aus Holz, und zwar vorzugsweise aus Spanischem Zedernholz, unverzichtbar.
Das Spanische Zedernholz besitzt neben dem edlen Erscheinungsbild die notwendigen Klimaeigenschaften und bietet Schutz vor Schädlingen.
Natürlich wusste man damals wie heute, dass die Zigarren ganz besondere klimatische Verhältnisse brauchen, will man deren Qualität über einen längeren Zeitraum erhalten bzw. deren Reifungsprozess zu unterstützen.
Was diese Bedingung betrifft, waren die Aficionados, wie überzeugte Zigarrenliebhaber genannt werden, in allen Zeiten erfinderisch. Letztlich geht es immer wieder um ein Ziel, nämlich die klimatischen Verhältnisse der Zigarrenanbaugebiete in den Humidoren nachzuahmen und den Lieblingszigarren ein perfekt klimatisiertes Zuhause zu bieten.
Dass dabei der Feuchtigkeitsgehalt die wichtigste Rolle spielt, wird schon klar, wenn man weiß, dass der Begriff Humidor auf das lateinische Wort für feucht, also „humid“ zurückgeht.
Was die Humidorgröße betrifft, so richtet sie sich nach den persönlichen Ansprüchen eines jeden Zigarrenrauchers und dem Vorrat, der angelegt werden soll.
Ob man nun nur eine Zigarre transportieren möchte oder mehrere tausend Zigarren lagern möchte, das Angebot an Humidoren wird jedem Anspruch gerecht.